Sebastian Cohen
OHNE Gesicht                         Der 15. Teil der Duke-Reihe
Eine Idee. Eine Chance. Und ein Risiko, das alles kosten könnte. Duke glaubt, sein Leben endlich im Griff zu haben. In Kalifornien scheint ein normales Leben zum Greifen nah. Keine Verfolgungsjagden. Keine Katastrophen, keine Leichen und leider auch keine Kunden. Während sein Kontostand unaufhaltsam schrumpft, bekommt Duke eine Gelegenheit, die alles verändern könnte. Der Plan ist gewagt. Vielleicht sogar verrückt. Doch der mögliche Gewinn ist zu verlockend, um ihn einfach vorbeiziehen zu lassen. Zum ersten Mal seit Langem scheint eine Zukunft ohne Geldsorgen in Reichweite. Doch schon bald merkt er, dass nicht jeder mit offenen Karten spielt. Menschen lügen. Geheimnisse kommen ans Licht. Und plötzlich ist nicht mehr klar, wer Täter und wer Opfer ist. Ohne es zu ahnen, geschieht das Unmögliche. Eine Gefahr, die nichts mit seinem Plan zu tun hat. Eine Bedrohung, die er nicht kommen sieht. Als Duke endlich erkennt, was wirklich vor sich geht, könnte es bereits zu spät sein. Keine Glückssträhne ist unendlich dehnbar. Gerät Duke dieses Mal in die gefährlichste Situation seines Lebens?
Leseprobe
Jetzt Bestellen ebook I € 6,99 327 Seiten oder direkt bei
Taschenbuch I € 14,99
Hardcover I € 23,99
Datenschutzerklärung wegen der Verwendung eines YouTube-Plugins
Kapitel 1 Hatte man die Klimaanlage absichtlich so kalt eingestellt? Die eisige Luft biss wie kleine Nadeln in Dukes Haut. Bei der krassen Deckenbeleuchtung sowie dem unbequemen Stuhl wusste er jedenfalls, dass dies alles pure Berechnung war. Eine gezielte Strategie, ihn mürbe zu machen. Sicherlich waren das die psychologischen Spielchen einer choreografierten Weichklopfstrategie, seit man ihn, ohne ihm seine Rechte vorzulesen, in diesen unterkühlten Raum gesperrt hatte. Hier wartete er bereits seit über einer Stunde, ohne dass sich jemand blicken ließ. Wäre er nicht an den Tisch gekettet gewesen, hätte er bereits den Versuch unternommen, die harte Sitzgelegenheit durch den überdimensionalen Spiegel zu schleudern. So jedoch hing Duke gelangweilt auf dem Stuhl und popelte den nicht vorhandenen Dreck unter seinen Fingernägeln hervor, um komplette Gelassenheit zu demonstrieren. Diese Coolness war nur gespielt, denn sein Gehirn lief unwillkürlich im Überholmodus, um den Grund zu finden, warum er verhaftet worden war. Welcher Untat ist man ihm auf die Schliche gekommen? Bei der einfachen Frage, die doch recht komplex schien, bekam er unbewusst Kopfschmerzen. War er in Japan zu unvorsichtig gewesen? Eigentlich konnte er sich das nicht vorstellen. Duke zuckte kurz innerlich zusammen, als ihm der Gedanke mit dem gefälschten Pass kam. Verdammt, dachte er, und konnte nicht ausschließen, dass ihm damals der Geheimdienst den Drucker im Darknet verkauft hatte. Ohne dass man es ihm äußerlich ansah, ärgerte er sich, erneut in einem Schlamassel zu sitzen, der wohl kaum mit einem blauen Auge enden würde. Wahrscheinlich hatte er Abigail direkt mit in all den Mist hineingezogen. Dieser Gedanke bereitete ihm das meiste Unbehagen. Unvermittelt öffnete sich die Tür und holte damit Duke aus der Grübelei. Ein Militärtyp trat ein, den man definitiv in einen teuren Anzug gestopft hatte. Wortlos setzte dieser sich Duke gegenüber und öffnete einen recht umfangreichen Aktenordner, in dem er seelenruhig blätterte, ohne ihn zu beachten. Das Aufeinanderprallen von Disziplin und steifem Zivilstil war beinahe komisch, hätte die Situation nicht so todernst gewirkt. Nach einigen Sekunden meinte Duke mit fester Stimme: »Niemand hat mir meine Rechte vorgelesen, und nun denke ich, dass es an der Zeit ist, mir meinen Anspruch auf einen Telefonanruf zu gewähren. Sie wissen schon, um meinen Anwalt zu informieren, wie ich hier behandelt werde und all den Mist.« Mr. Umblätterheini hob nicht einmal den Blick, sondern drehte eine Seite nach der anderen um, als wäre Dukes Forderung bloß ein Hintergrundrauschen. Tiefenentspannt erwiderte er: »Wer sagt, dass Sie irgendwelche Rechte haben?« Unwillkürlich hob sich bei Duke eine Augenbraue. Einen doppelten Schockmoment später fragte er: »Bisher dachte ich, dass ich in einem freien Rechtsstaat lebe!« »Aha«, kam es spöttisch. Noch immer machte sich der Typ nicht die Mühe, aufzublicken, und blätterte mit dem Kopf nickend durch weitere acht Seiten, bis er nebenbei fragte: »Sie wissen schon, warum wir Sie verhaftet haben, oder?« »Tatsächlich nicht, aber Sie werden mich sicher gleich darüber aufklären, und zusammen werden wir herausfinden, dass alles ein unglückliches Missverständnis war. Kann immer einmal vorkommen. Ich wäre nach einer Entschuldigung von Ihnen nicht einmal sehr verstimmt.« Dann passierte etwas, das Duke nicht erwartet hatte: Der Mann ließ den Ordner sinken und musterte ihn direkt. Sein Blick war ein Mix aus Herausforderung und Neugier. »Wie ist denn hier so der Kaffee? Wenn wir schon dabei sind, uns nett zu unterhalten, dann könnte einer Ihrer Soldaten hinter dem Spiegel mir einen Becher Koffein bringen, während Sie schon einmal an Ihrer Entschuldigung arbeiten.« Duke erkannte bei seinem Gegenüber ein falsches Lächeln, der gleich konterte: »Was veranlasst Sie zu der Annahme, ich würde dem Militär angehören?« »Nun, zum einen Ihr billiger Haarschnitt und zum anderen Ihre Körpersprache, die verdeutlicht, wie unwohl Sie sich in dem feinen Anzug fühlen. Also, kommt jetzt mein Kaffee?«, fragte Duke nach und schaute provokativ in den Spiegel, als würde er den stummen Beobachter herausfordern. Sekunden vergingen, in denen Duke weiterhin von seinem Gegenüber gemustert wurde, und er versuchte, die Rolle des Unbeeindruckten weiterzuspielen. Natürlich war ihm bewusst, dass er hier gerade megamäßig in Schwierigkeiten steckte, wenn der Militärmensch mit einem Aktenordner ankam, der dicker war als das Branchenbuch von Keene.
Das passende T-Shirt bekommst du hier
Jetzt Bestellen € 19,99
Sebastian Cohen
Leseprobe
Datenschutzerklärung wegen der Verwendung eines YouTube-Plugins OHNE Gesicht                      Der 15. Teil der Duke-Reihe
Jetzt Bestellen ebook I € 6,99 328 Seiten
Taschenbuch I € 14,99
Hardcover I € 23,99
Eine Idee. Eine Chance. Und ein Risiko, das alles kosten könnte. Duke glaubt, sein Leben endlich im Griff zu haben. In Kalifornien scheint ein normales Leben zum Greifen nah. Keine Verfolgungsjagden. Keine Katastrophen, keine Leichen und leider auch keine Kunden.
Während sein Kontostand unaufhaltsam schrumpft, bekommt Duke eine Gelegenheit, die alles verändern könnte. Der Plan ist gewagt. Vielleicht sogar verrückt. Doch der mögliche Gewinn ist zu verlockend, um ihn einfach vorbeiziehen zu lassen. Zum ersten Mal seit Langem scheint eine Zukunft ohne Geldsorgen in Reichweite. Doch schon bald merkt er, dass nicht jeder mit offenen Karten spielt. Menschen lügen. Geheimnisse kommen ans Licht. Und plötzlich ist nicht mehr klar, wer Täter und wer Opfer ist. Ohne es zu ahnen, geschieht das Unmögliche. Eine Gefahr, die nichts mit seinem Plan zu tun hat. Eine Bedrohung, die er nicht kommen sieht. Als Duke endlich erkennt, was wirklich vor sich geht, könnte es bereits zu spät sein. Keine Glückssträhne ist unendlich dehnbar. Gerät Duke dieses Mal in die gefährlichste Situation seines Lebens?
Kapitel 1 Hatte man die Klimaanlage absichtlich so kalt eingestellt? Die eisige Luft biss wie kleine Nadeln in Dukes Haut. Bei der krassen Deckenbeleuchtung sowie dem unbequemen Stuhl wusste er jedenfalls, dass dies alles pure Berechnung war. Eine gezielte Strategie, ihn mürbe zu machen. Sicherlich waren das die psychologischen Spielchen einer choreografierten Weichklopfstrategie, seit man ihn, ohne ihm seine Rechte vorzulesen, in diesen unterkühlten Raum gesperrt hatte. Hier wartete er bereits seit über einer Stunde, ohne dass sich jemand blicken ließ. Wäre er nicht an den Tisch gekettet gewesen, hätte er bereits den Versuch unternommen, die harte Sitzgelegenheit durch den überdimensionalen Spiegel zu schleudern. So jedoch hing Duke gelangweilt auf dem Stuhl und popelte den nicht vorhandenen Dreck unter seinen Fingernägeln hervor, um komplette Gelassenheit zu demonstrieren. Diese Coolness war nur gespielt, denn sein Gehirn lief unwillkürlich im Überholmodus, um den Grund zu finden, warum er verhaftet worden war. Welcher Untat ist man ihm auf die Schliche gekommen? Bei der einfachen Frage, die doch recht komplex schien, bekam er unbewusst Kopfschmerzen. War er in Japan zu unvorsichtig gewesen? Eigentlich konnte er sich das nicht vorstellen. Duke zuckte kurz innerlich zusammen, als ihm der Gedanke mit dem gefälschten Pass kam. Verdammt, dachte er, und konnte nicht ausschließen, dass ihm damals der Geheimdienst den Drucker im Darknet verkauft hatte. Ohne dass man es ihm äußerlich ansah, ärgerte er sich, erneut in einem Schlamassel zu sitzen, der wohl kaum mit einem blauen Auge enden würde. Wahrscheinlich hatte er Abigail direkt mit in all den Mist hineingezogen. Dieser Gedanke bereitete ihm das meiste Unbehagen. Unvermittelt öffnete sich die Tür und holte damit Duke aus der Grübelei. Ein Militärtyp trat ein, den man definitiv in einen teuren Anzug gestopft hatte. Wortlos setzte dieser sich Duke gegenüber und öffnete einen recht umfangreichen Aktenordner, in dem er seelenruhig blätterte, ohne ihn zu beachten. Das Aufeinanderprallen von Disziplin und steifem Zivilstil war beinahe komisch, hätte die Situation nicht so todernst gewirkt. Nach einigen Sekunden meinte Duke mit fester Stimme: »Niemand hat mir meine Rechte vorgelesen, und nun denke ich, dass es an der Zeit ist, mir meinen Anspruch auf einen Telefonanruf zu gewähren. Sie wissen schon, um meinen Anwalt zu informieren, wie ich hier behandelt werde und all den Mist.« Mr. Umblätterheini hob nicht einmal den Blick, sondern drehte eine Seite nach der anderen um, als wäre Dukes Forderung bloß ein Hintergrundrauschen. Tiefenentspannt erwiderte er: »Wer sagt, dass Sie irgendwelche Rechte haben?« Unwillkürlich hob sich bei Duke eine Augenbraue. Einen doppelten Schockmoment später fragte er: »Bisher dachte ich, dass ich in einem freien Rechtsstaat lebe!« »Aha«, kam es spöttisch. Noch immer machte sich der Typ nicht die Mühe, aufzublicken, und blätterte mit dem Kopf nickend durch weitere acht Seiten, bis er nebenbei fragte: »Sie wissen schon, warum wir Sie verhaftet haben, oder?« »Tatsächlich nicht, aber Sie werden mich sicher gleich darüber aufklären, und zusammen werden wir herausfinden, dass alles ein unglückliches Missverständnis war. Kann immer einmal vorkommen. Ich wäre nach einer Entschuldigung von Ihnen nicht einmal sehr verstimmt.« Dann passierte etwas, das Duke nicht erwartet hatte: Der Mann ließ den Ordner sinken und musterte ihn direkt. Sein Blick war ein Mix aus Herausforderung und Neugier. »Wie ist denn hier so der Kaffee? Wenn wir schon dabei sind, uns nett zu unterhalten, dann könnte einer Ihrer Soldaten hinter dem Spiegel mir einen Becher Koffein bringen, während Sie schon einmal an Ihrer Entschuldigung arbeiten.« Duke erkannte bei seinem Gegenüber ein falsches Lächeln, der gleich konterte: »Was veranlasst Sie zu der Annahme, ich würde dem Militär angehören?« »Nun, zum einen Ihr billiger Haarschnitt und zum anderen Ihre Körpersprache, die verdeutlicht, wie unwohl Sie sich in dem feinen Anzug fühlen. Also, kommt jetzt mein Kaffee?«, fragte Duke nach und schaute provokativ in den Spiegel, als würde er den stummen Beobachter herausfordern. Sekunden vergingen, in denen Duke weiterhin von seinem Gegenüber gemustert wurde, und er versuchte, die Rolle des Unbeeindruckten weiterzuspielen. Natürlich war ihm bewusst, dass er hier gerade megamäßig in Schwierigkeiten steckte, wenn der Militärmensch mit einem Aktenordner ankam, der dicker war als das Branchenbuch von Keene.
Das passende T-Shirt bekommst du hier
Jetzt Bestellen € 19,99